Ich bin stolze Mama von 3 Kindern. Mein älteste Tochter ist 8 Jahre alt. Dann bekamen wir einen Sohn, der nun 5 Jahre ist. Unser drittes Kind war nicht geplant, dennoch war die Freude groß…
Aber mal von Anfang an.
 
Meine erste Schwangerschaft war perfekt, ich hatte kaum Beschwerden. Fühlte mich rundum wohl und konnte alles sehr genießen. Auch die Geburt war okay - zwar sehr lange (fast 24 Stunden), aber es ging mir gut. Bei meiner zweiten Schwangerschaft war dann alles anders. Ich bemerkte erst im 4. Monat, dass ich schwanger war. Dachte so was kann doch gar nicht passieren - aber es war so. Ich brauchte etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen. Dann konnte ich mich endlich freuen - ein Geschwisterlein für unsere Tochter, eine richtige Familie werden… Doch leider bekam ich dann im 8. Monat starke Rückenbeschwerden (später wurde ein Bandscheibenvorfall festgestellt). Die Schmerzen waren schlimm - alle sagten nach der Geburt ist es vorbei. Die Schwangerschaft war irgendwie kurz - ich hatte zu wenig Zeit um mich gut vorzubereiten. Die Geburt dagegen war wieder lang. Ich war verkrampft, hatte nur Schmerzen und hoffte auf ein Ende. Dann war unser Sohn geboren und meine Rückenschmerzen schlimmer als zuvor. Ich hab sehr gelitten und konnte unser Baby kaum genießen. Erst als er ca. 3 Monate war konnte ich eine Therapie machen und es wurde langsam besser. Das Trauma blieb - immer wieder hatte ich Angst vor Rückenproblemen - obwohl ich schon lange schmerzfrei war. Dann, unsere Tochter war 7 Jahre und unser Sohn 4 Jahre alt, wurde ich nochmals schwanger. Wir freuten uns ja so! Doch sofort waren auch Ängste da. Vor allem fürchtete ich, dass ich wieder mit der Bandscheibe Probleme bekomme und dann natürlich wie schaff ich das mit 3 Kindern usw.
HypnoBirthing war ein Segen. Ich bekam Einzelstunden, da mein Mann beruflich gerade sehr eingespannt war. Es war eine tolle Schwangerschaft. Ich wurde befreit von all meinen Ängsten, Befürchtungen - von allem negativen. Ich fühlte mich einfach nur wohl und konnte mich auf unser Baby freuen! Trotz manchmal stressigem Alltag mit meinen zwei Kindern nahm ich mir Zeit für mich. Hörte die Cd mit den Affirmationen und der Regenbogenentspannung täglich (manchmal sogar zwei Mal). Auch die Atemtechniken (vor allem die Wellenatmung) wurden für mich eine Insel der Entspannung. Ich lernte was alles in mir ist, dass ich alle Zeit der Welt habe und dass ich selbst entscheide was passiert - egal in welcher Situation. Katharina schaffte es immer wieder alle meine Zweifel und Ängste zu löschen und da blieb nur noch Freude. Freude auf ein neues Leben - tiefe Verbundenheit - auch mit meinem Mann. Obwohl er kaum Zeit hatte.
 
Die Geburt…
 
Morgens um ca. 7 Uhr kam unser Sohn zu uns ins Bett - wir lachten zu dritt über etwas und ich dachte - schnell zur Toilette - sonst ist es zu spät. Da hab ich dann schon Fruchtwasser verloren. Dachte jedoch noch dass es Harn war. Den ganzen Tag über war ich sehr ruhig und gelassen - verlor immer wieder etwas Fruchtwasser. Ich erledigte noch Dinge wie Staubsaugen, Betten beziehen, Aufräumen usw.. Mein Mann hatte seinen freien Tag und ging mit den Kindern ins Schwimmbad. Ich konnte in Ruhe duschen, hörte nochmals die Cd, packte ein paar Dinge ein. Ich fühlte mich immer noch sehr entspannt. Abends kochte ich gemeinsam mit meinem Mann und wir hatten noch ein gemütliches Beisammensein mit den Kindern und brachten sie gemeinsam ins Bett. Meine Schwester war schon da und gegen um 20 Uhr fuhren wir ins Krankenhaus. Nach der ersten Untersuchung erfuhren wir, dass der Muttermund ca. 2-3 cm offen ist. Ich spürte Wellen - regelmäßig - doch nicht stark. Wir gingen noch spazieren - genossen die Zeit bei einem Getränk in einer Pizzeria. Dann wollte ich einfach ins Krankenhaus. Unser Baby wollte auf die Welt kommen. Die Wellen wurden etwas stärker, doch immer noch gut zu ertragen. Gemeinsam mit der Hebamme hörten wir die HypnoBirthing - Cd (zum ersten mal döste ich nicht weg). So waren alle entspannt. Unsere Hebamme überlies mir alles, sie störte uns kaum und so konnte ich gut spüren wie jede Welle mich näher zu unserem Baby brachte. Ganz faszinierend war auch, dass ich mich sehr verbunden fühlte mit dem Baby, ganz anders als bei meinen ersten zwei Geburten. Ich arbeitete mit meinem Baby, spürte es bewusst. Die Endphase war kurz. Als ich das Bedürfnis hatte zu pressen tat ich das auch und dann war das Baby da.
Ich selbst hob es auf und legte es auf mich - der schönste Moment!  Erst nach ca. 5 Minuten fragte die Hebamme ob wir das Geschlecht schon bemerkt haben. Es ist ein Junge und wir sind so stolz! Er kam um 00:17 Uhr zu Welt - ist ein entspanntes Baby und wir sind unendlich dankbar. Nun ist er schon 8 Monate alt. Immer noch fühle ich mich (meistens) sehr entspannt und einfach glücklich. Ich bin überzeugt, dass ich von HypnoBirthing nur profitieren konnte!

Anja