Seit Sonntag sind wir zu dritt! Und auch wenn wir jetzt anstelle unserer geplanten Hausgeburt nun doch im Spital gelandet sind, hätte die Geburt nicht schöner sein können.

Wir waren am Samstag auf einer Feier wo ich drei Stunden total motiviert getanzt und einen feinen Abend verbracht habe. Um etwa 23.00 Uhr sind wir nach Hause und eine Stunde später hörte ich ein "Blubbern" oder "Ploppen", stand auf und spürte einen warmen Wasserschwall. Kurz habe ich mich geärgert, dass ich jetzt schon so inkontinent bin, aber auf der Toilette durfte ich feststellen, dass dies doch eher Fruchtwasser sein musste.
Zwischendurch summte ich mich durch eine Welle, die mich zwar zusammenzog, aber die ich leicht übertauchen konnte in dem ich mich in Gedanken einfach (und es fiel mir tatsächlich einfach!!) weg beamte und mir bewusst machte, dass es nur kurz ist. Und wirklich, nach der Welle fühlte ich mich immer als ob überhaupt nichts auf eine Geburt hindeuten würde!
Da wir von unserer Haushebamme noch keine Notfallnummer hatten und langsam aber sicher doch der Meinung waren, dass es jetzt vielleicht losgeht, riefen wir um 00.52 die Rettung an. Als sie da waren konnte ich ihnen sehr genau und bestimmt sagen wie es mir geht, wann ich gehen konnte und wann ich (während einer Welle) stehen bleiben wollte.
Während der Fahrt hatte ich alle 1-2 Minuten eine 1-minütige Welle, dazwischen haben wir geplaudert, mein Partner hat mich gestreichelt und ruhig und positiv bestärkt.
Im Kreissaal angekommen die große Überraschung - die diensthabende Hebamme hatte bereits meinen Mann und seine Geschwister auf die Welt gebracht und ist eine gute Freundin seiner Tante :) die nächste Überraschung war ihre Aussage nach einem Blick auf den Muttermund: noch 2-3 Mal schieben und dann ist es schon geschafft!
Ich konnte es gar nicht glauben!? Sie erzählte uns nach der Geburt dass sie es auch fast nicht glauben konnte weil wir so komplett entspannt waren. Mit der Regenbogenentspannung im Ohr und wie in Trance schwebend vergingen noch ein paar Wellen und nach etwa einer halber Stunde tiefer Entspannung und sanftem nach unten Mitschieben bei den Wellen machte es ein "Flutsch" und der Kopf war auf der Welt und bei der nächsten Welle auch der Rest von unserem kleinen Helden! Ich habe nicht geschwitzt, war weder außer Atem noch in sonst einer Weise am Ende meiner Kräfte und fragte fassungslos und belustigt ob das jetzt wirklich alles war!?

Elisabeth