Pünktlich zum Neumond, acht Tage vor errechnetem Termin durfte ich gebären.
Samstag Nacht bekam ich die ersten leichten Wellen. Da der Fünf-Minuten- Takt anhielt, entschied ich am Vormittag ins Spital zu fahren. Dort wurde mir meine Vermutung, dass mit diesen sanften Kontraktionen noch nicht viel passiere, bestätigt, weshalb ich mich wieder nach Hause begab. Da es sich auch noch Tage so hinziehen könne, und damit ich noch Aussichten auf etwas Schlaf hätte, gab mir die nette Hebamme eine „Heiße Sieben“ mit. Die Wellen störten mich nicht, im Gegenteil ich freute mich darüber, dass es nun doch langsam losging und es fiel mir einfach über die Atmung in mich zu kehren.
Zuhause angekommen, nahmen die Intensität und Dauer der Kontraktionen deutlich zu. Auch damit konnte ich recht gut umgehen. Als jedoch mein Magen zu rebellieren begann, verlor ich meinen Fokus und merkte sofort, dass wenn ich nicht in der Entspannung blieb, es deutlich schmerzvoller war. Zwei Vollbäder später, die mir gut halfen mich zu entspannen, rief ich um 16.00 Uhr ein Taxi.
Die Hebammen empfingen mich freundlich und ich sollte zuerst ans CTG im Untersuchungszimmer angeschlossen werden. Für mich erwies sich jedoch das Liegen als eine schwierige Aufgabe. Woraufhin die Hebamme meinen Muttermund untersuchte und mit mir zügig in den Kreissaal überwechselte. Ich durfte nun endlich in die lang ersehnte riesige Badewanne. Jedoch nur für kurz, da die Herztöne des Babies während der Welle abfielen und dies außerhalb des Wassers besser erschien.
In der nächsten Ruhephase begab ich mich auf den Gebärhocker, wo ich mittels einer überwältigenden Urkraft noch dreimal meinen Körper mit schieben ließ und somit das Köpfchen geboren wurde. Für den Körper wartete ich noch eine Ruhepause ab und mit der nächsten Welle wurde mir mein Kind auf den Bauch gelegt.

Wow und dann stand die Zeit komplett still. Keine Worte könnten diesem Moment gerecht werden.
Um 16.58 kam meine kleine Tochter mit 3050g und 53 cm zur Welt. Ich hatte das große Glück ohne jegliche Komplikation und total natürlich gebären zu können. Neben Glück hat gewiss die Teilnahme am Kurs ihren Teil dazu beigetragen. So gelang es mir voll und ganz auf meinen Körper zu vertrauen und ich konnte sorgenfrei dieses Wunder erfahren. Denn durch die positive Konditionierung und die Vorbereitung voller Freude und Zuversicht wurde die Geburt meines Kindes zu einem unbeschreiblich schönen Erlebnis.

Sabrina